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Lichtmess in der Christkönigskirche
Lichtmess in der Christkönigskirche

Mariä Lichtmess

Vierzig Tag nach Weihnachten wird das Fest Mariä Lichtmess begangen, das in der liturgischen Ordnung Darstellung des Herrn heißt. Zur Zeit Jesu wurde eine männliche Erstgeburt dem Herrn geweiht, entsprechend wurde auch Jesus in den Tempel gebracht, wo ihn der greise Simeon erkannte: "Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel." (Lk 2,29-32)

Gedacht wird auch dem Tempelbesuch Mariens vierzig Tage nach der Geburt Christi. Laut dem Gesetz Mose galt eine Frau nach der Geburt eines Sohnes so lange als unrein. Zur "Reinigung" wurde dem Priester ein Schaf und eine Taube übergeben.

Früher endete die Weihnachtszeit erst an Mariä Lichtmess, weshalb einige Pfarreien, Orden und Gläubige ihre Krippen und Christbäume bis zu diesem Termin stehen lassen. Eigentlich schließt heute das Fest Taufe des Herrn am 6. Januar den Weihnachtsfestkreis ab. Nach wie vor werden an diesem Tag aber die Kerzen geweiht, die das ganze Jahr über in den katholischen Kirchen brennen. Auch Gläubige können ihre Kerzen in den Gottesdienst mitbringen. Früher wurden außerdem häufig Wachsstöckel und Kerzen für besondere Anlässe gesegnet. So genannte (schwarze) Wetterkerzen beispielsweise sollten Haus und Hof bei Gewittern vor Schäden bewahren. Am Sterbebett soll geweihtes Licht den Sterbenden auf dem Weg zum ewigen Richter beschützen.

Wegen der zeitlichen Nähe wird an Mariä Lichtmess auch häufig am Ende des Gottesdienstes schon der Blasiussegen erteilt.

Lichtmess als Bauernfeiertag

An Lichtmess war früher das Wirtschaftsjahr in der Landwirtschaft beendet. Dienstboten erhielten ihren Lohn und oft einige freie Tage. Auf dem Lichtmessmarkt kamen Bauern und Dienstboten zusammen. Weil zu Lichtmess der Wechsel des Arbeitgebers einfach möglich war, konnten Bauern für das kommende Jahr neue Knechte und Mägde einstellen.

Am Abend saßen Bauernfamilie und Gesinde zusammen und beteten gemeinsam den Rosenkranz. Zu diesem Anlass wurde auch das frisch geweihte Wachsstöckl zum ersten Mal angezündet.

In vielen katholischen Familien wird an Lichtmess der Rosenkranz auch heute noch gebetet. Dabei werden oft kleine dünne Kerzen abgebrannt, die auf ein diagonales Kreuz geklebt werden. Gebetet wird so lange, bis die Kerzen erlöschen.

Bauernregeln zu Lichtmess

Ist's zu Lichtmess mild und rein, 
wird’s ein langer Winter sein.

Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit, 
ist der Frühling nicht mehr weit; 
ist es aber klar und hell, 
kommt der Lenz wohl nicht so schnell.

Lichtmess trüb, 
ist dem Bauern lieb –
Lichtmess im Schnee, 
Palmsonntag im Klee.

Lied zu Lichtmess

Im Frieden dein, o Herre mein,
lass ziehn mich meine Straßen.

Wie mir dein Mund gegeben kund,
schenkst Gnad du ohne Maßen,

hast mein Gesicht das selge Licht,
den Heiland, schauen lassen.

(Gotteslob Nr. 216)

 

Quellen: www.katholisch.de, Kreisheimatpflege