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Aschermittwoch und Fastenzeit

Christkönigskirche zur Fastenzeit, Foto: Josef Steiner
Christkönigskirche zur Fastenzeit

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei", so beginnt ein bekanntes Faschingslied. An diesem Tag endet die Zeit der Ausgelassenheit mit Tanz und Maskeraden.

Der Fasching weicht der Fastenzeit, die auch österliche Bußzeit genannt wird. 40 Tage lang bereiten sich die Gläubigen durch Buße und Verzicht auf das Osterfest vor. Ursprünglich begann die Fastenzeit am sechsten Sonntag vor Ostern. Da aber die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind, verlegte Papst Gregor der Große (590-604) den Fastenbeginn auf den vorangehenden Mittwoch.

Weil der Termin vom beweglichen Osterfest abhängt, variiert auch das Datum des Aschermittwochs: Er fällt frühestens auf den 4. Februar und spätestens auf den 10. März.

Die Bezeichnung Aschermittwoch geht auf das 10. Jahrhundert zurück: Damals wurde den Büßern (damals erkennbar an ihrem Bußgewand) in der Kirche Asche auf die Stirn gestreut. Bei der öffentlichen Kirchenbuße in der früheren Kirche waren die Büßer zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag nicht zur Kommunion zugelassen.

Als die Praxis der Kirchenbuße abgeschafft wurde, ging die Tradition der Aschenbestreuung auf die ganze Kirchengemeinde über und wurde Teil der Liturgie. Männern wurde die Asche über das Haupt gestreut, den Frauen ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet. Die Asche, die seit dem 12. Jahrhundert aus den verbrannten geweihten Palmzweigen des Vorjahres gewonnen wird, wird gesegnet und mit Weihwasser besprengt.

Der Priester zeichnet den Gläubigen das Aschenkreuz  auf die Stirn und spricht dabei: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurück kehren wirst." Damit soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert werden. Mit dem Aschenkreuz bekennen die Gläubigen öffentlich ihre Bereitschaft zu Buße und Umkehr. Gleichzeitig symbolisiert die Asche in Kreuzform, dass den Christen der Tod nicht das Ende bedeutet, sondern der Anfang eines ewigen Lebens bei Gott.

      

Quellen: www.katholisch.de, www.brauchttum.de, Kreisheimatpflege