Die "heiligen drei Könige" waren die Weisen aus dem Morgenland, von denen das Matthäusevangelium berichtet: "Da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar." (Mt 2,11)
Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9. Jahrhundert volkstümlich.
Die Nacht zum Dreikönigstag ist die letzte der zwölf Rauhnächte. Reiches Brauchtum hat sich um diesen Tag gebildet. Die bösen und guten Mächte begegnen noch einmal dem Menschen in seiner Behausung. Den dunklen Kräften trotzt der Mensch mit dem Ausräuchern.
Dazu werden Weihrauchkörner auf heiße Kohlen gestreut. Mit der Weihrauchpfanne wird durch das ganze Haus gezogen; dabei wird gebetet. Das Dreikönigswasser, das am Neujahrsgottesdienst geweiht wurde, wird in allen Räumen vom Keller bis zum Dachboden, in Scheunen und Ställen versprengt. Somit ist der Zugriff zu Wohnung und Stall den bösen Geistern verwehrt.
Ein sehr beliebter und weit verbreiteter Brauch in den Tagen zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag ist das „Heiligdreikönig-Ansingen". Die heiligen Drei Könige ziehen von Haus zu Haus und sagen ihre Verslein auf. Auf die Außenseite der Türen schreiben sie die Anfangsbuchstaben ihrer Namen - Caspar, Melchior und Balthasar. Dazwischen werden Kreuze gesetzt, am Anfang und am Ende die Jahreszahl.
Die heiligen drei Könige gelten als Patrone der Reisenden.
Segensspruch:
Wir kommen daher aus dem Morgenland,
wir kommen geführt von Gottes Hand.
Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr,
Caspar, Melchior und Balthasar.
Es führt uns der Stern zur Krippe hin,
wir grüßen dich Jesus mit frommem Sinn.
Wir bringen dir unsere Gaben dar,
Weihrauch, Myrrhe und Gold fürwahr.
Wir bitten dich, segne nun dieses Haus,
und alle, die gehen da ein und aus.
Verleihe ihnen zu jeder Zeit
Frohsinn, Friede und Einigkeit.
Quellen: www.katholisch.de, Kreisheimatpflege