Am Sonntag vor Ostern werden Zweige des Weidenbaums zu sog. Palmbuschen gebunden.
Das geht zurück auf das Matthäus-Evangelium, wo es heißt, dass Jesus in Jerusalem mit Palmzweigen begrüßt wurde: "Sehr viele aus der Volksmenge aber breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg." (Mt 21,7-11)
Am Palmsonntag bringen Gläubige, vor allem Kinder, ihre Palmbuschen in die Kirche. Durch die Weihe sollen sie eine große Kraft entwickeln und den Segen ins Zuhause tragen. Traditionell wird für den Buschen um den Stecken einer Haselstaude (sie schützt vor Blitzschlag und Feuer) verschiedenes Grün gewunden. Je nach Region gehörten früher bis zu neun heil- und zauberkräftige Kräuter zu einem Palmbuschen - unter anderem Palmweide, Buchs, Wacholder, Efeu, Segenbaum und Thuja. Der Haselstecken wurde geschält und kunstvoll verziert, weil man glaubte, dass Hexen besonders gern zwischen Holz und Rinde schliefen.
Quellen: www.katholisch.de, Kreisheimatpflege